Ein Kind schnitzt an einem Ast

Schnit­zen für Kinder

Holzbe­ar­bei­tung als perfek­te DIY Idee für die grob und feinmo­to­ri­sche Entwick­lung bei Kindern
Ein bisschen Michel steckt in jedem Kind 
 
Viele von uns kennen ihn noch – Michel aus Lönne­ber­ga? Obwohl er es immer gut gemeint hat, brach­ten ihn seine Strei­che immer in den Schup­pen. Entwe­der schloss er sich selber ein oder er wurde von der Mutter dorthin gebracht, um „über seine Strei­che nachzu­den­ken.“ Dort fertig­te er mit dem Schnitz­mes­ser Holzfi­gu­ren an, die mit der Zeit zu einer stolzen Sammlung heran­wuch­sen. Noch vor 30 Jahren gehör­te es zur Norma­li­tät den Kleins­ten ab dem 5. Lebens­jahr zumin­dest ein Taschen­mes­ser zu schen­ken, damit diese ihre ersten Schnit­zer­fah­run­gen sammeln konnten. Leider hat sich das mittler­wei­le grund­le­gend geändert, viele wissen in diesem Alter nicht einmal, wozu ein Taschen­mes­ser gut sein sollte. Von welchen Vortei­len Spröss­lin­ge und Eltern profi­tie­ren und welche Holzar­ten sich beson­ders eignen, soll Ihnen in diesem Artikel vorge­stellt werden.
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Welche Vortei­le hat das Schnitzen?

  • Kreati­vi­tät fördern
  • Pflicht­be­wuss­ter Umgang
  • Reduzie­rung von Konzentrationsstörungen
  • Förde­rung von feinmo­to­ri­schen und grobmo­to­ri­schen Kompetenzen
  • Vertrau­en fördern und Selbst­be­wusst­sein stärken
Unter­stüt­zung der Kreativität

Neugier­de wird jedem Baby bereits in die Wiege gelegt. Auch Michel trieb die Neugier­de an, – er wollte die Welt begrei­fen und wissen, wie bestimm­te Dinge funktio­nie­ren. Leider entwi­ckel­ten sich die Dinge anders, sodass er immer wieder im Schup­pen lande­te. Diese Neugier­de unter­schei­det den damali­gen Nachwuchs nicht von den heuti­gen Kids. Der einzi­ge Unter­schied ist, dass diese natür­li­che Neugier­de von Erwach­se­nen oft unter­bun­den wird. Die Natur­er­fah­rung rückt zuneh­mend in den Hinter­grund, auf der anderen Seite kommen sie schon relativ früh mit Smart­pho­nes oder Tablets in Berüh­rung.

Gerade das Schnit­zen kann in Bezug auf die Neugier­de und die Kreati­vi­tät und die Vorstel­lungs­kraft wertvol­le Diens­te leisten. Das Schnit­zen regt die Fanta­sie an, weil sie ihr Holzstück nach ihren eigenen Wünschen, Ideen und Vorstel­lun­gen gestal­ten können.

Auch im Hinblick auf die Zukunft spielen diese Kompe­ten­zen eine große Rolle. Zuneh­mend werden in der Arbeits­welt nicht nur ratio­nal denken­de Arbeit­neh­mer gefragt, sondern solche, die kreativ sind und zu den Querden­kern gehören. Aber selbst wenn der Nachwuchs in späte­ren Jahren keinen kreati­ven Beruf ergreift, sind derar­ti­ge Quali­fi­ka­tio­nen in jedem Bereich des Lebens nützlich.

Pflicht­be­wuss­ter Umgang

Es liegt in unserem Instinkt, unsere Kleins­ten vor mögli­chen Gefah­ren zu schüt­zen. Leider neigen viele Eltern dazu, ihnen aus diesem Grund nichts zuzutrau­en. Lernen sie das Stehen und später das Gehen, werden sie teilwei­se mit Helm und Kniescho­nern ausge­stat­tet, nur damit sie sich keine Verlet­zun­gen zuzie­hen. Aber gehört es nicht zu einem norma­len Entwick­lungs­pro­zess dazu, auch einmal hinzu­fal­len? Im Laufe des Lebens werden wir immer wieder in Situa­tio­nen geraten, wo wir hinfal­len, ohne dass uns gleich jemand zur Seite springt. Auch unser Nachwuchs muss eigene Erfah­run­gen machen. Wie sollen sie lernen, mit gefähr­li­chen Gegen­stän­den umzuge­hen, wenn sie diese nie in die Hand gedrückt bekom­men haben? Irgend­wann kommen sie zwangs­läu­fig mit Messern oder auch schär­fe­ren Werkzeu­gen in Berüh­rung.

Das heißt ja nicht, dass wir ihnen das Messer in die Hand drücken sollen und uns anschlie­ßend aus dem Staub machen. Im Gegen­teil: Wir als Eltern sollten sie auf diesem Weg beglei­ten und mit den Grund­re­geln vertraut machen, was den Umgang mit dem Schnitz­mes­ser anbelangt. Auch der Eltern-Kind-Zeit kommt diese Beschäf­ti­gung zugute. Dadurch wird gleich­zei­tig die Eltern-Kind-Bezie­hung ausge­bil­det und diese Bezie­hung ist maßgeb­lich dafür verant­wort­lich, wie sich unser Sohn oder unsere Tochter später im sozia­len Bereich verhält.

Durch das Schnit­zen kommt der Nachwuchs in Kontakt mit Natur­ma­te­ria­li­en – eine Erfah­rung, die immer mehr verlo­ren geht. Besuchen wir das Spiel­wa­ren­ge­schäft um die Ecke, bietet das Sorti­ment nur wenig Spiel­raum, um seiner Fanta­sie freien Lauf zu lassen. Primär handelt es sich um vorge­fer­tig­te Gegen­stän­de, die sofort einsatz­be­reit sind. Gerade für Kleine­re ist der Kontakt mit der Natur so wichtig. Es braucht keine teuren Geschen­ke, um für eine sinnvol­le Beschäf­ti­gung zu sorgen. Das Schnit­zen bietet die Möglich­keit, Holzstü­cke nach eigenen Vorstel­lun­gen zu formen und zu gestal­ten. Am Ende entsteht ein indivi­du­el­les Meister­werk, was nicht nur Sie als Eltern stolz machen wird, sondern auch Freude bei Ihrem Nachwuchs auslö­sen wird.

 
Reduzie­rung der Konzentrationsstörungen

Spröss­lin­ge, die häufig mit Smart­pho­nes in Berüh­rung kommen, sind anfäl­li­ger für Sprach­ent­wick­lungs­stö­run­gen, Hyper­ak­ti­vi­tät und Konzen­tra­ti­ons­stö­run­gen. Eine gestör­te Konzen­tra­ti­on kann sich dabei auf Schul­no­ten gravie­rend auswir­ken, zudem werden es betrof­fe­ne Schüler im späte­ren Berufs­le­ben schwe­rer haben, Fuß zu fassen. In den meisten Berufen werden eine hohe Konzen­tra­ti­ons­span­ne und Durch­hal­te­ver­mö­gen voraus­ge­setzt.

Neben­bei tun sich Eltern selber auch etwas Gutes, da unkon­zen­trier­te Kids Eltern in den Wahnsinn treiben können. Hier kann das Schnit­zen Abhil­fe schaf­fen und der inneren Unruhe entge­gen­wir­ken. Aber auch die Feinmo­to­rik und die Grobmo­to­rik werden ausge­bil­det.

Warum sind grobmo­to­ri­sche Fähig­kei­ten wichtig? Sind Störun­gen in diesem Bereich vorhan­den, wirken Betrof­fe­ne auf Außen­ste­hen­de tollpat­schig, sie fallen häufi­ger über ihre eigenen Füße und auch Unfäl­le häufen sich. Neben­bei haben sie Schwie­rig­kei­ten, das Gleich­ge­wicht zu halten und auch durch einen unsiche­ren Gang fallen sie auf. Feinmo­to­ri­sche Schwie­rig­kei­ten machen sich hinge­gen eher durch Schreib­schwie­rig­kei­ten bemerk­bar. Betrof­fe­ne haben oft eine unleser­li­che Schrift und können verschie­den Tätig­kei­ten beim Basteln nicht ohne Hilfe ausfüh­ren.

Beide Eigen­schaf­ten sind von essen­zi­el­ler Bedeu­tung. Wurden diese in jungen Jahren nicht ausrei­chend geschult, können sie später nur durch ergothe­ra­peu­ti­sche Maßnah­men geför­dert werden. Soweit muss es nicht kommen. Dem können Eltern entge­gen­wir­ken, indem sie zu Schnitz­mes­ser und Holzroh­lin­ge greifen, wodurch genau diese Kompe­ten­zen unter­stützt werden können.

Kommen sie in Kontakt mit dem Holz und machen die Erfah­rung, dass etwas Einzig­ar­ti­ges durch ihre Fähig­kei­ten entsteht, wird auch das Durch­hal­te­ver­mö­gen geschult. Nehmen wir als Beispiel noch einmal das Spiel­zeug: Vorge­fer­tig­te Baustei­ne, Figuren oder ander­wei­ti­ge Gegen­stän­de haben die Eigen­schaft, schnell Lange­wei­le entste­hen zu lassen. Beim Schnit­zen schaut die Situa­ti­on anders aus: Das Durch­hal­te­ver­mö­gen ist von Beginn an ausge­präg­ter, weil sie sehen, dass sich ein Rohling durch ihr Zutun schritt­wei­se in ein kleines Kunst­werk verwan­delt. Diese Erkennt­nis führt zu einem Erfolgs­er­leb­nis, das sie dazu animiert, am Ball zu bleiben. In der Konse­quenz sind sie weniger ablenk­bar und konzen­trie­ren sich ausschließ­lich auf diese Tätig­keit.

Der Umgang mit Natur­ma­te­ria­li­en fördert die Selbst­stän­dig­keit und das Selbstbewusstsein.

Kinder brauchen das Gefühl, dass wir ihnen Dinge zutrau­en. Natür­lich sollten wir als Eltern den Rahmen so gestal­ten, dass keine ernst­haf­ten Verlet­zun­gen passie­ren können. Wie bereits oben erwähnt, liegt es an den Eltern, diese Beschäf­ti­gung zu beglei­ten und ihnen alle notwen­di­gen Grund­re­geln im Umgang mit dem Schnitz­mes­ser beibrin­gen.

Durch das Schnit­zen trägt das ihr Nachwuchs auf einmal Verant­wor­tung und wird nicht mehr auf jedem Schritt beglei­tet. Die eigenen Stärken rücken klarer ins Bewusst­sein, – ein Gefühl, das von Freude und Stolz beglei­tet wird. Nicht weit entfernt ist die Stärkung des Selbst­be­wusst­seins. Beim Schnit­zen erleben die Kleinen erste Erfolgs­er­leb­nis­se – und diese sind bei der Ausbil­dung des Selbst­wert­ge­fühls von elemen­ta­rer Bedeu­tung. Nur wer regel­mä­ßig Erfol­ge erzielt, hat Vertrau­en in die eigenen Talen­te und Kompe­ten­zen. Durch das Schnit­zen können wir auf einfa­chem Weg dazu beitra­gen, dass unsere Kleins­ten die eigenen Stärken erken­nen und diese aktiv nach außen tragen.

Welches Holz ist nun eigent­lich zum Schnit­zen die beste Wahl?
Die folgen­den Tipps sollen Ihnen helfen sich für das richti­ge Materi­al zum Schnit­zen zu entscheiden.

  • Linden­holz
  • Ahorn­holz
  • Zirbel­holz
Linden­holz
Bei Linden­holz handelt es sich um ein sehr weiches, elasti­sches und bestän­di­ges Holz, das sich beson­ders für Anfän­ger eignet. Bei den Farbtö­nen sind von gelbli­chen Tönen bis zu einem leich­ten Rosa alle Kombi­na­tio­nen möglich, wobei beach­tet werden sollte, dass die Farbe mit der Zeit etwas nachdun­kelt.

Mit diesem Holz können die Kleins­ten Figuren bis zu einer Größe von 30 cm anfer­ti­gen. Das Beson­de­re an dem Holz ist, dass durch die elasti­sche und weiche Beschaf­fen­heit dieses Materi­als auch kleine­re Details wunder­bar bearbei­tet werden können.

Ahorn­holz
Bei Ahorn handelt es sich um eine härte­re Holzart. Es ist ein mittel­har­tes Holz und ist aus diesem Grund nicht so leicht zu bearbei­ten, wie das beim Linden­holz der Fall ist. Das Schnit­zen mit dieser Holzart setzt aus diesem Grund Erfah­rung und einen siche­ren Umgang voraus. Die Farben sind eher sehr hell bis creme­far­ben. Aus diesem Grund können die Holzstü­cke gut bemalt oder gebeizt werden.

Zirbel­holz
Zirbel­holz ist ein weite­res Weich­holz, das von der Zirbel­kie­fer stammt. Bei dieser Holzart sind viele Ästelun­gen vorhan­den, anderer­seits besticht sie durch einen beson­ders aroma­ti­schen Duft. Diese Düfte sind es, die das Holz vor Schim­mel­be­fall bewah­ren und Schäd­lin­gen keine Angriffs­flä­che bieten. Rohlin­ge sind in gelbli­chen Farbtö­nen bis rötli­che Nuancen verfüg­bar. Bedacht werden sollte außer­dem, dass Ahorn Holzstü­cke stark nachdunkeln.
 

Fazit:
Schnit­zen vereint die wichtigs­ten Kompe­ten­zen, die von Kindes­bei­nen an von großer Bedeu­tung sind. Gerade gegen Lange­wei­le kann das Bearbei­ten von Holzroh­lin­gen eine fördern­de Stütze sein, da hier bestimm­te Gehirn­area­le aktiviert werden müssen, um ein bestimm­tes Ergeb­nis zu erzie­len. Auch in der Montesso­ri-Pädago­gik ist das Schnit­zen bereits zu einem wichti­gen Bestand­teil gewor­den. Den Kleinen werden nur Hilfe­stel­lun­gen gegeben, alles andere wird ihnen und ihrem Geist überlas­sen – eigene Kräfte werden mobili­siert und die Entwick­lung nachhal­tig gefördert.
 

Tipps für Anlei­tun­gen:
Im Inter­net sind viele tolle Links zum Thema Schnit­zen für Kinder zu finden. Gerade YouTube hält eine Vielzahl an tollen Lernvi­de­os bereit. Eines haben wir hier für Euch direkt verlinkt:

 

Zum Thema Schnit­zen für Kinder gibt es einige wunder­ba­re Bücher, die wir Euch hier nicht vorent­hal­ten wollen:

 

 

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